Eigentlich ziemlich sprachlos
TSV 1861 Spitzkunnersdorf – SpG Herrnhuter SV 6:3 (5:1)
Im Heimspiel gegen den Aufsteiger begann man konzentriert und engagiert. Ohne fußballerisch zu glänzen, trieb man den Gegner in Fehler, welche man gnadenlos ausnutzte bzw. war man immer wach genug, um zweite und dritte Bälle in Tornähe zu erobern und immer nachzusetzen. So stand es relativ früh im Spiel 3:0 (22. Minute). Danach zeichnete sich schon so langsam ab, wohin sich diese Partie immer mehr entwickeln sollte – die Gegner spielten sehr direkt in die Spitze und kamen mehr als oft genug in den Rücken der heimischen Abwehr und bei Spitz wich immer mehr die Konzentration und das Engagement der Startphase, stattdessen wurden wir pomadig, träge, passiv und uninspiriert. Dass es trotzdem noch zu zwei Toren vor dem Seitenwechsel reichte, lag zum einen daran, dass wir tatsächlich mal versuchten den Ball direkt und schnell laufen zu lassen (4:1 Eric Pfalz) und zum anderen am Gegner, der einen weiteren kapitalen Fehler einbaute (5:1 Lennard Wießner). Zur Pause legte man den Finger in sämtliche Wunden und wollte den zweiten Durchgang nutzen, um spielerisch das vorhandene Potential abzurufen. Und obwohl wir sogar noch das 6:1 nachlegten (D. Fournes nach schöner Eckballvariante), gelang dies nur für ca. 10 Minuten zwischen der 70. und 80. Spielminute. So kam man in dieser Zeit zu einigen guten Möglichkeiten, die der gegnerische Torsteher zunichtemachte. Davor und noch viel mehr nach dieser Phase wurde alles, was im ersten Durchgang schon begann, noch viel schlimmer und so musste man in der Schlussphase noch zwei Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen und hatte sogar Glück, dass das Ergebnis nicht noch enger wurde.
Fazit: Unerklärlich, was nach 30 Minuten mit uns passiert ist. Das war phasenweise derart weit weg von den eigenen Möglichkeiten, dass mir dazu eigentlich keine Worte einfallen. Weil sich ein Spielbericht so ganz ohne Worte aber eben nicht so gut macht, habe ich versucht, das gesehene zu beschreiben, ohne dass ich es verstehen und begründen kann. Grundsätzlich hat man die eigene Zielstellung erreicht, aus dem Saisonstart, gegen Gegner in sportlicher Reichweite, ein ordentliches Punktepolster mitzunehmen, aber die Vorstellung am heutigen Tag sollte für den Rest der Saison ein großer Ausrutscher nach unten bleiben, sonst dürften nicht mehr allzuviele Punkte auf unser Konto wandern. (MiE)
Aufstellung: J. Hempel, A. Rudolf (D. Große), D. Fournes, L. Rolle, N. Wald, P. Neumann, N. Rolle, T. Horeni , E. Pfalz, L. Wießner (Mi. Enders), B. Rolle
Tore: L. Wießner (2), N. Rolle (2), E. Pfalz, D. Fournes